Feeds:
Artikel
Kommentare

Für meine Diplomarbeit befasse ich mich mit dem Thema http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_natives . Der Begriff beziechnet Leute, die mit digitaler Technology wie Computer, Internet Mobiltelefon und MP3 Playern aufgewachsen sind.

Der Begriff erfreut sich einiger Beliebtheit auch wenn er einige Kritiker hat. Rolf Schulmeisters Artikel „Gibt es Digital Natives wirklich“ weisst meiner Ansicht nach plausibel nach, das der Begriff in seiner Tragweite für eine ganze Alterskohorte nicht taugt.

Dennoch denke ich das der Begriff ganz hilfreich sein kann, um verschiedene Gesellschaftliche Phänomene oder auch lediglich eigene Beobachtungen zu klassifizieren.

Die Jugend von heute (beschränkt auf Industriestaaten, ein gewisses Maß an materiellen und kulturellen Ressourcen vorausgesetzt) findet eine andere Medienwelt vor, als deren Äquivalente in den 80ern. Das halte ich für unstrittig.

Die nicht-mehr-Jugendlichen also, die Verantwortlichen erwachsenen Entscheider müssen damit wohl oder übel umgehen und dies in diveresen Gesellschaftlichen Rollen bewältigen. Egal ob Lehrer, Chef oder Kollege, sie haben es mit Dingen zu tun, die sie von ihrer Jugend so nicht kennen. Sprich man muss gegebenenfalls Prozesse verändern.

Ein Lehrer sollte fit im Plagiate finden sein. Der Personalchef kann die Azubi-Bewerber bei StudiVZ oder myspace auf Hinweise absuchen und der Chef muss sieht sich scheinbar Handy-Süchtigen Mitarbeitern gegenüber.

Solche Dinge erfordern Begriffe um mit ihnen umzugehen. Spannend finde ich, wie sich sowas im Laufe der Zeit verändert. Zumindest ich erinnere mich daran, das Jugendliche dies  sich mit Computern beschäftigt haben und damit meine ich nicht Ballerspiele sondern Mailboxen und DFÜ auch eher den Sonderling als den IT-Potential Status hatten.

Wir werden sehen, was kommt.

Ich werde mich weiter mit den Begriffen beschäftigen.

E-Learing, Lernen 2.0 und Konsorten sind ja schon länger in aller Munde. Bisher hatte ich immer den Eindruck, das zu viel an technischen Hürden scheitert. Nach einem kurzen Interview der Teilnehmer meiner BVB Maßnahme bin ich aber zu der Annahme gekommen, das diese die üblichen Interfaces (Einloggen, Forumsbeitrag verfassen, Bilder hochladen) durchaus beherrschen.

Das Ergebnis, das ich eine bisher noch nicht beworbene Community gestartet habe, die ich zu folgenden Zwecke nutzen möchte:

* Aktivieren der Ressourcen der Teilnehmer.
* Verbessertes Arbeiten an den Rechnern (Dateiverwaltung).
* Die Teilnehmer können interessen einbringen, die sonst in der Maßnahme wenig Thema sind (Hobbies, Musik)

Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.

In einem sehr Interessantem Seminar zum Thema „Geschmack“ durfte ich das Habituskonzept von Pierre Bourdieu kennen lernen. Neulich habe ich in einem Buch über Bildinterpretation lesen dürfen und mir ist das Konzept wieder untergekommen. Es wird berichtet, dass Jugendliche in durch ihre Kleidung und das Styling eine bestimmte Haltung ausdrücken wollen, die sich von der Art ihres Stiles ableiten lässt. Klingt eigentlich plausibel wenn man an die Eigene Jugendzeit und ihren Grunge-Attributen und der ernsthaft empfunenden Weltschmerzhaltung zurückdenkt.

Eins der „wichtigen Dinge“  in meinem Leben sind neben vielen anderen Dinge meine Computer, von denen nicht wenige eben Apple-Rechner sind.

Ich frage mich, ob ich mich wirklich mit dem alten „mac-User sind Kreativlinge oder Kulturschaffende“ identifiziere. Sollte ich mal drüber nachdenken.


visited 13 states (5.77%)
Create your own visited map of The World or try another Douwe Osinga project